27.06.2020 - Julia Weikl, Pädagogin

Hallo alle miteinander!

Ich finde es wirklich super, dass so viele unserem Aufruf gefolgt sind und heute hier sind! Vor allem freut es mich so viele Kinder zu sehen!
Danke an Vivien und Stephan, dass sie mir die Zeit schenken heute ein paar Worte loszuwerden. Es ehrt mich wirklich sehr, dass ich heute hier oben stehen darf!

Ich bin bei meinen Recherchen auf ein Zitat gestoßen von einer, in meinen Augen, absolut fantastischen Frau!
Astrid Lindgren sagte „Es ist gefährlich zu lange zu schweigen, die Zunge verwelkt, wenn man sie nicht gebraucht.“  

Und genau deswegen bin ich heute hier um mein Schweigen zu brechen!! Lange genug habe ich alles stillschweigend verfolgt, aber heute muss und werde ich einiges loswerden und ich hoffe inständig, dass ich noch mehr Leuten Mut machen kann, endlich zu ihrer Meinung zu stehen und auch den Mut zu haben, den Mund aufzumachen! Vor allem auch meiner Generation! Leute es tut nicht weh aufzustehen und für etwas so immens wichtiges wie Freiheit zu kämpfen! Bitte traut euch und helft uns! Es geht um unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder!

 

Vorher aber natürlich noch kurz was zu meiner Person!
Mein Name ist Julia, Ich bin 27 Jahre alt, habe einen 8jährigen Sohn und studiere aktuell an der Universität Passau Lehramt. Zusätzlich zu meinem Studium übe ich noch einen Nebenjob aus an einer Schule hier im Landkreis! Dort arbeite ich als pädagogische Assistentin.
Also wage ich es zu behaupten, dass ich durchaus schon Erfahrung habe im Umgang und in der Arbeit mit Kindern.
Nicht nur durch meinen Sohn bekomme ich mit, was in diesem System so schief läuft, sondern auch durchs Studium und meinen Nebenjob.
Das Schlüsselerlebnis, welches mich letztendlich dazu gebracht hat, mich hier oben hinzustellen, war eine Aussage meines Sohnes vor  einigen Tagen.

Eines Abends bei unserem abendlichen Ritual, fing er plötzlich an zu weinen! Als ich ihn fragte, was denn los sei, kam eine Antwort, die mir mein Herz gebrochen hat.

„Mama ich habe das Gefühl, dass ich Schuld bin an dieser Krankheit. Ich darf nicht zu meinen Freunden, muss Maske tragen, darf nicht auf den Spielplatz und auch nicht in die Schule. Aber ich habe doch gar nichts falsch gemacht!“

Wie schwer es ist, solche Gedanken aus den Köpfen von Kindern rauszubekommen, weiß glaub ich jeder hier! Traurig, dass es schon so weit gekommen ist..
Diese Angst- und Panikmache, vor allem den Kindern gegenüber, geht auf keine Kuhhaut mehr. Ich habe es satt mein Kind und andere Kinder leiden zu sehen!
Ihnen wird neben Alltag und Normalität , vor allem ein großes Stück Kindheit genommen!

 

Anstatt für Frieden oder Beschwichtigung zu sorgen, gießt unser lieber Herr Söder nochmal Öl ins Feuer.
Ich bin auf ein Radiointerview aufmerksam gemacht worden, bei dem Kinder die Möglichkeit hatten, Herrn  Söder Fragen zu stellen bezüglich der Maßnahmen und des Corona Virus.
Wobei ich mich sowieso frage, wie jemand, der absolut gar nichts mit Pädagogik oder Kindern am Hut hat, denen überhaupt eine Antwort geben darf bzw. Entscheidungen für diese treffen darf!
Jedenfalls hat Hitradio rt1 südschwaben das Kids-Corona-Spezial ins Leben gerufen. Kinder fragen- Söder antwortet.
Ich hab mir alle Fragen angehört und auch Söders Antworten darauf und dabei ist mir eine besonders ins Auge gestochen.

Die  10jährige Matilda  frägt: „Werden wir je wieder in der Schule neben einem Banknachbarn sitzen können?“

Worauf Herr Söders Antwort wie folgt lautet:
„Irgendwann schon und zwar dann, wenn Corona besiegt ist. Allerdings wird das noch etwas dauern. Des wird noch eine Zeit. Deswegen brauchen wir, solange wir keinen Impfstoff haben oder keine Medikamente, solange müssen wir aufpassen. Kommt jetzt erstmal drauf an, dass der Schulbetrieb wieder losgeht und des müssen wir sehr vorsichtig machen. Gibt auch viele Lehrer die zur Risikogruppe gehören, Ältere zum Beispiel. Oder mit einer Vorerkrankung, auch die müssen wir schützen und wir wollen ja auch die Großeltern und die Älteren schützen und wenn wir einfach nur nebeneinander sitzen und wir die Regeln nicht beachten, dann stecken wir uns vielleicht untereinander an und Kinder werden und junge Jugendliche, haben selber weniger Symptome, aber das kann schon am Ende den Tod bedeuten. Im schlimmsten Fall für Eltern, Großeltern oder auch Ur-Großeltern. Deswegen würde ich sagen, Abstand halten ist ok.
Aber mal unter uns, ähm des Abstand halten schadet ja auch nicht, erstens kann man nicht abschreiben, wenn’s  in der Schule ist und da freuen sich die Lehrer und zum anderen ist man auch überhaupt nicht abgelenkt vom Banknachbarn oder der Banknachbarin.“

Ja, das hat er wirklich gesagt.
Gibt’s alles nachzuhören auf rt1-südschwaben.de .

Also wenn das nicht an Manipulation von Kindern grenzt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.

Das Schlimme ist, dass aktuell nicht nur Kinder manipuliert werden, sondern auch Erwachsene, in dem Fall Lehrer.
Ich würde euch jetzt gerne aus einem Schreiben vorlesen, das von der Staatlichen Schulberatungsstelle für Niederbayern veröffentlicht wurde und auch an Schulen weitergeleitet wurde. (◊infoblatt Verschwörungstheorie)

 

Anhang dieser Information, ist ein 6seitiges Infoblatt , in welchem u.a. ein Beispiel für eine Unterrichtsstunde gezeigt wird um SuS vor Verschwörungstheorien zu schützen..


Meiner Meinung nach sollte in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer, also im Studium schon darauf geachtet werden, dass die Pädagogik eine größere Rolle spielt! Des bisschen was man aktuell im Studium lernt an Pädagogik oder Psychologie, reicht meines Erachtens nicht aus. Deswegen kann ich jedem Lehramtsstudenten und jeder Lehramtsstudentin raten, sich einen Nebenjob zu suchen, bei dem man praktische Erfahrung im Umgang mit Kindern bzw Jugendlichen lernt! Das ist so unheimlich wichtig und erleichtert euch mit 100% Sicherheit den Einstieg ins Lehrerdasein nach dem Studium.
Macht zusätzlich noch Weiterbildungen oder Fortbildungen, z.B. zum Vertrauenslehrer oder psychologischen Berater etc. Die Kinder danken es uns!


Als Lehrer habe ich vor meinem Amtsantritt einen Eid abzuleisten, der wie folgt lautet:  § 38 BeamtStG

„Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Amtspflichten, so wahr mir Gott helfe.“

Ja, was ich mich halt grad frage ist, was denn dieser Eid für einen Sinn hat? Soll ich auf ein Grundgesetz schwören, dass mal eben einfach so teilweise außer Kraft gesetzt werden kann?
Verstehe ich einfach nicht, wie sich das vereinbaren lässt…
Ich werde definitiv mit bestem Wissen und Gewissen meine Amtspflichten erfüllen, aber ich werde mich nicht verbiegen lassen oder meine persönlichen Überzeugungen auf die Seite schieben!
Denn ich kann sowohl in meinem Leben als auch im Leben meiner Schüler mehr erreichen und bewirken, wenn ich mir selber treu bleibe!

 


Abschließend möchte ich aber auch noch was Positives sagen!

Jetzt war ich ja doch schon einige Male auf Demonstrationen gegen diesen Corona-Wahn und ich durfte unglaublich tolle Menschen kennenlernen, die mein Leben absolut bereichern!
Wilhelm von Humboldt hat es schon gesagt:
 
„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben!“

Und genau so soll es auch sein und bleiben!


DANKE!!

 

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