06.05.2020, Erik Stephani

Meinungspluralismus ist hier nicht gefragt – stattdessen geht die Mehrheit konform mit einer totalitären Regierung.

Angesichts der Bedrohung für die Menschen in Deutschland wäre es in der Verantwortung der Kanzlerin gelegen, sich nicht nur vom RKI und vom Virologen Drosten beraten zu lassen, sondern ein hochkarätiges Gremium  mit Experten, Virologen und auch Statistikern zu bilden, die durchaus unterschiedlicher, auch konträrer Auffassung sind. Es war unverantwortlich dies nicht zu tun, sondern dem fragwürdigen, nicht vertrauenserweckenden Prof. Wieler vom RKI die Meinungssführerschaft und dem überforderten Prof. Drosten unkritisch zu überlassen.

Prof. Streek, der die Einschränkungen für überzogen hält wurde gefragt, ob er in einem Austausch mit Prof. Drosten steht, hat dies verneint. Und gleichzeitig herausgestellt, dass Prof. Drosten sich weitgehend auf den Covid-Virus beschränkt und  wertvolle Arbeit leistet, während er selbst  Experte ist bei den Ansteckungswegen des Virus. Das Ansteckungsrisiko ist entscheidend für die Beurteilung der Pandemie. Bei  der Talkshow Lanz war Streecks kurze Antwort auf die Frage nach einem Austausch mit chinesischen Kollegen: “Nein, gibt’s nicht”. Worauf Lanz antwortete „Es ist unfassbar.“
Es bleibt festzustellen, die hohe Politik ist auch bei einer großen Gefährdung nicht fähig adäquate und grundlegende Voraussetzungen für verantwortliche Entscheidungen zu schaffen die Pandemie realitätsgerecht einzuschätzen und keine Panik zu befeuern.


Sich auf Augenhöhe zu begegnen, konstruktiv zu kooperieren und nicht Egotrips zu erliegen, ist in unserer Gesellschaft und insbesondere auch bei Wissenschaftlern ein schwerwiegendes Problem, trotz dieser ernsthaften Krise. Das Gegenteil ist eingetreten: Abweichende Experten, wie von Dr. Wodarg, Dr. Bhakdi u.a. werden diskriminiert und gemobbt.

Es wird insbesondere in Frankreich nicht nur dem Virus der Krieg erklärt, sondern eine kriegsähnlicher Notstand psychologisch erzeugt und medial herbeigeredet. In einem Beitrag im Rubikon wird dies sehr deutlich und eindringlich beschrieben. Oppositionelle Stimmen finden sich nicht in den Mainstream-Medien und auch erst recht nicht im Bundestag. Kritiker, die angeblich Fake-news über Covid 19 verbreiten, wird in Aussicht gestellt, bestraft zu werden. Obwohl sehr viele Menschen den Informationen über Corona misstrauisch gegenüberstehen, regt sich kein Widerstand. Schluss mit der Irreführung: Wir brauchen harte, gesicherte Fakten, statt nur scheinbar objektive.

 

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